Auszüge aus der Geschichte von Bad Klosterlausnitz

Der Ort Klosterlausnitz hat seinen Ursprung in der1-cms12-110
Gründung eines Augustiner Nonnenklosters um 1132.
Am 12. Juni 1137 wird das Kloster unter den Schutz von
Papst Innozenz II gestellt. Die Bestätigungsurkunde des
Papstes ist die erste urkundliche Erwähnung des Klosters
und kann als Geburtsurkunde des späteren Ortes
Klosterlausnitz angesehen werden. Durch die Reform
kommt es 1526 zur Aufhebung des Klosters.

1600
Das Dorf Lausnitz besteht ab 1526. Es ist eine ‘besondere Siedlung’ von 19 Häusern mit ca. 100 Einwohnern.
1660
Ende des 30-jährigen Krieges wird die erste
Gemeindeordnung eingeführt.
1661
Der Ort führt erstmalig die Bezeichnung
KLOSTERLAUSNITZ.

Im Laufe der Zeit verfiel die Kirche des Augustiner-Chorfrauenstifts mehr und mehr und wurde deshalb in den Jahren 1863 bis 1866 auf den Fundamenten der alten Kirche im romanischen Stil neu aufgebaut.

1876
wird die Eisenbahnstrecke zwischen Weimar und Gera eingeweihnt. Damit wird
das Holzland auch für den Fremenverkehr erschlossen und Klosterlausnitz entwickelt
sich zu einer weithin beliebten “Sommerfrische”.
1880
Im Ort weilen die ersten Feriengäste. Um diese Zeit setzt auch für Klosterlausnitz die
Entwicklung zum Luftkurort ein.
1894
1-cms12-111Das “Kurhaus” wird erbaut und 1921 als
“Klosterwald” von der Methodistenkirche
erworben.
1898
Bau des Ernst-Agnes-Heim (später Sanatorium “Dr. Friedrich Wolf”,
heute ALGOS-Fachklinik)
1929
1-cms12-109Geburtsstunde des Klosterlausnitzer Moorbades –
Der Gärtner, Zimmermann und Gastwirt Hermann Sachse
kommt auf den Gedanken, die in den Sümpfen liegende Moorerde zu Heilzwecken zu verwenden.
Er richtet in seinem Gasthof “Zur Weinschänke” ein
Moorbad ein. Die Moorbäder werden in Holzwannen verabreicht. Das Lausnitzer Moor wird als eines der
besten in Deutschland bezeichnet.
1931
wurde das Sachse’sche Moorbad von der Gemeinde übernommen und am
19. Sepember 1932 wird dem Ort Klosterlausnitz der Titel “Bad” zuerkannt.
Klosterlausnitz darf sich seither “Bad Klosterlausnitz” nennen.
1938
Bad Klosterlausnitz feiert die 800-Jahrfeier seiner urkundlichen Ersterwähnung.
1938
bis 1939 wird nach langem Ringen mit Behörden das “Moorbad” gebaut und eingeweiht.
1948
Bau der Moorbahn, einer Kleinbahn, die das Moor von den Sümpfen bis zum Badehaus transportiert.
1951
wird mit der Errichtung des Kurparks begonnen. 1953 erfolgt der Ausbau des mittleren Bereiches.
1954
Bad Klosterlausnitz wird zum Ferien- und Erholungsort des FDGB der DDR.
1960
Einweihung des Musikpavillions im Kurpark
1987
begeht Bad Klosterlausnitz in der Festwoche seine 850-Jahr-Feier.
1990
Partnerschaft mit der Stadt Langenselbold in der Pfalz
1993
Die Moritzklinik wird als vollkommener Klinikneubau eingeweiht. Auch die Fachklinik Klosterwald wird umfassend rekonstruiert.
1994
Gründung der Kurbetriebsgesellschaft mbH Bad Klosterlausnitz.
1995
Neugestaltung des Kurparks
1995
Partnerschaft mit der Stadt Deidesheim in der Pfalz
1996
Fertigstellung des Neubaues zur Fachklinik “Klosterwald”
1997
Am 21.03. wird an der Stelle des ehemaligen ‘Lausnitzer’ Freibades das “Kristall Kur- und Freizeitbad” eingeweiht. Am 07.05. erfolgt die Inbetriebnahme der “ALGOS-Fachklinik.
1999
Vollkommen restauriert steht das Moorbad jetzt als “Kurmittelhaus” zur Verfügung.
2000
Heilwasserbohrung an der “Roten Pfütze”. Die Analyse fällt positiv aus. Damit hat Bad Klosterlausnitz neben dem traditionellen Moor nun als Heilmittel auch ein Heilwasser.

Bedingt durch die gut ausgebaute Infrastruktur nach der “Wende”, die niveauvolle Gastronomie, die ansprechenden Freizeitmöglichkeiten und natürlich durch modernste Kur-, Reha-, Pflege- und Seniorenheime erhielt Bad Klosterlausnitz am 09. Mai 2000 die staatliche Anerkennung als Kurort und in Thüringen das höchste Prädikat als “HEILBAD”.

2001
1-cms12-40Die Heilwasserleitung von der Quelle in das
Kurmittelhaus wird angelegt. Im Kurmittelhaus sprudelt ab 2002 in dem eigens installierten Trinkbrunnen
nun das Heilwasser von der “Roten Pfütze”.

Vom Landesverwaltungsamt in Weimar erhält die Kurgemeinde am 03. September 2003 den Anerkennungsbescheid über das Heilwasser von der “Roten Pfütze”. Dieses ist sehr gut für
Trink- und Badkuren geeignet.