Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das Jahr 2022 war geprägt von der öffentlichen Diskussion um die stark angestiegenen Energiepreise und damit einhergehend möglichen Entlastungen. Der Bundestag und die Länderkammer haben sich auf nachfolgende Veränderungen verständigt:

Strom- und Gaspreisbremse

Viele Gas- und Stromkunden können ab März mit einer Entlastung rechnen. Dann sollen die geplanten Preisbremsen starten.

So sollen Gasverbraucher für 80 Prozent ihres Vorjahresverbrauchs einen Bruttopreis von 12 Cent pro Kilowattstunde garantiert bekommen, für Fernwärme 9,5 Cent.

Analog sind beim Strom 40 Cent je Kilowattstunde vorgesehen. Die Vergünstigungen sollen nach dem Start rückwirkend auch für Januar und Februar greifen.

Nähere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Bundesregierung.

———–

Nicht nur Gas- und Fernwärmekunden sollen angesichts der hohen Energiepreise entlastet werden. Die Ampel-Koalition hat sich jetzt darauf verständigt, dass auch Privathaushalte unterstützt werden sollen, die mit Öl, Holzpellets oder Flüssiggas heizen.

Die Koalitionsfraktionen der Bundesregierung haben sich dahingehend geeinigt, einen Härtefallfonds für Haushalte aufzulegen, die mit Öl und Pellets heizen.

Nach dem Plan der Ampel-Fraktionen sollen Haushalte, die mit so genannten “nicht leitungsgebundenen Brennstoffen” heizen wie etwa Heizöl, Pellets oder Flüssiggas, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 1. Dezember 2022 rückwirkend entlastet werden. Die Obergrenze soll bei 2.000 Euro pro Haushalt liegen.

Grundlage ist demnach eine eidesstattliche Erklärung des Antragstellers zu seiner Brennstoffrechnung. Bei Häusern mit Mietwohnungen soll der Vermieter die Erklärung abgeben und die Entlastung an seine Mieter weitergeben.

Die Bundesregierung will dafür insgesamt 1,8 Milliarden Euro bereitstellen über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds zur Bewältigung der Energiekrise.

Laut dem Eckpunktepapier der Koalition sollen die Hilfen über die Bundesländer abgewickelt werden. Dort müssten betroffene Haushalte auch die Anträge stellen. Wie genau Verbraucher mit Öl- oder Pelletheizungen in Thüringen die Zuschüsse beantragen können, steht noch nicht fest. Sobald das Antragsprocedere geklärt ist, werden wir Sie unverzüglich informieren.

Wohngeld

Mehr Haushalte sollen ab Januar mit einem staatlichen Mietzuschuss entlastet werden. Zu den bisher 600.000 Wohngeld-Haushalten sollen bis zu 1,4 Millionen weitere dazukommen.

Das Wohngeld soll außerdem um durchschnittlich 190 Euro im Monat aufgestockt werden. Damit erhalten die berechtigten Haushalte im Schnitt rund 370 Euro monatlich. Wohngeld können Haushalte beantragen, die zwar keine Sozialleistungen beziehen, trotzdem aber ein geringes Einkommen erzielen.

Wohngeldanträge (sowohl für Mieter als auch für Eigentümer) erhalten Sie bei der Wohngeldstelle des Landratsamtes des Saale-Holzland-Kreises oder unter dieser Internetseite.

Für etwaige Rücksprachen steht Ihnen die Gemeindeverwaltung unter der Tel.-Nr. 036601-5710 gern zur Verfügung.

g